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Hunde-Expertin Marion Terhaar: 3 Tipps, die Hunde zum Lernen motivieren: News Aktuelle Nachrichten

Hunde-Expertin Marion Terhaar: 3 Tipps, die Hunde zum Lernen motivieren

Gronau-Epe (ots) –

Menschen lieben Hunde für ihr intuitives Gespür. Trotzdem sind viele Hundehalter enttäuscht, wenn ihr Hund nicht lernwillig oder gehorsam zu sein scheint. Das Problem hierbei liegt jedoch oft beim Menschen selbst. Denn auch „ungehorsame“ Hunde passen sich an das Verhalten der Menschen an. Hundetrainerin Marion Terhaar betrachtet sich daher auch als Verhaltensberaterin für Menschen – denn nur mit einem ganzheitlichen Konzept können Mensch und Hund eine tiefe Vertrauensbasis entwickeln.

Jeder Hundehalter wünscht sich einen Gefährten an seiner Seite, der ihn intuitiv versteht und spürt, wie er sich in den verschiedensten Situationen angemessen verhalten muss. Trotzdem durchkreuzen wir Menschen die viel gepriesene Intuition des Hundes durch Kommandos und Konditionierungen. Aber wie können wir ohne Kontrolle und Leckerlis oder auch Sanktionen ein vertrauensvolles Verhältnis zu unserem Hund aufbauen? Hundetrainerin Marion Terhaar schult Hundebesitzer darin, sich mit dem unterbewussten Lernen ihres Hundes auseinanderzusetzen – und parallel mit den Signalen, die sie ihrem Hund selbst unbewusst senden. Denn Hunde lernen – wie alle sozialen Wesen – tiefgreifender durch Anpassung und Nachahmung als durch Manipulation.

Kommunikation ist keine Einbahnstraße

Eltern kennen das Problem von ihren eigenen Kindern: Erlauben sie ihnen 15 Minuten am Handy, halten aber selbst den ganzen Tag das Smartphone in der Hand, verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit. Ähnlich ist es bei der Ernährung: Die Kinder zum Essen von Obst und Gemüse zu animieren, während man selbst lieber Tiefkühlpizza isst, führt dazu, dass die Kinder auch lieber Pizza wollen – und das vollkommen berechtigt. Schließlich sind wir, wie alle Säugetiere, soziale Wesen, die sich der Gruppe anpassen und von den älteren „Rudelmitgliedern“ lernen – und zwar durch Nachahmung.

Beim Welpen ist dieses Verhalten sogar noch stärker ausgeprägt als bei unseren Kindern, denn die Sprache der Hunde ist nonverbal. Unsere Stimmungen, unsere Bewegungen, unser Handeln und Fühlen – all die Dinge, die wir unbewusst ausstrahlen, stellen für unseren Hund Signale dar, aus denen er lernt. Für uns Menschen bedeutet das: Wenn wir unser eigenes Verhalten verstehen, kann auch der Hund es richtig auffassen und tun, was wir uns von ihm wünschen. Im Folgenden gibt die Expertin drei Tipps, auf die Hundehalter bei der Lernerziehung ihrer Hunde achten sollten.

1. Tipp: Bewusstes und unterbewusstes Lernen unterscheiden

Sobald Menschen einen Hund haben, fangen sie an, Verantwortung zu übernehmen. Wir Menschen selbst lernen ebenso gern wie Hunde – viele Hundehalter lesen deshalb alles, was sie über Hundeerziehung finden können. Leider gibt es aber zahllose Tipps, die beispielsweise zu einer Konditionierung mit Leckerlis raten. Dies zielt auf ein bewusstes Lernen ab, denn der Hund versteht durch Wiederholung, dass er für eine bestimmte Handlung eine entsprechende Belohnung erhält. Dieses Vorgehen ist aber für das soziale Miteinander nicht lebbar und daher auch nicht nachhaltig. Denn in der Natur lernen Hunde, sich sozial zu verhalten.

Marion Terhaar ist nach vielen Jahren, in denen sie über 600 Hunde begleitet und beobachtet hat, zu völlig einfachen Erziehungsansätzen zurückgekehrt – die besonders für den Hund äußerst logisch sind. Denn in der Natur lernen gerade junge Hunde nicht durch Kommandos und Belohnungen, sondern durch Beobachtung, Nachahmung und Anpassung an die älteren, erfahrenen Rudelmitglieder. „Scheinbarer Gehorsam lässt sich sicher bis zu einem gewissen Grad über Leckerlis erreichen. Dieser Lerneffekt ist allerdings nicht zuverlässig, da er sich nicht am sozialen Entwicklungsprozess des Hundes orientiert. In der Natur lernen junge Hunde durch Beobachtung, wie auch von der Handlungsfähigkeit adulter Tiere, die auf ihr Verhalten angemessen reagieren“, mahnt die Expertin. Das Lernen durch Beobachtung und Anpassung ist wirksamer, weil es in der Natur Zugehörigkeit zur Gruppe und Schutz garantiert. Das sichert jungen Hunden das Überleben und ist somit ein wichtiger Instinkt.

2. Tipp: Den Sinn von Kommandos hinterfragen

Oft denken Menschen, dass es wichtig ist, schon dem Welpen möglichst viele Kommandos beizubringen, denn junge Hunde lernen schneller als ältere Tiere. Sind Kommandos aber wirklich schon notwendig, wenn der Welpe noch in der Lebensphase ist, in der er sich unterbewusst an unseren Handlungen orientieren möchte, um sich in unseren Alltag zu integrieren? Die Grundvoraussetzung, um Kommandos ausführen zu können, ist für Hunde eine stabile Vertrauensbasis. Ein Kommando enthält immer eine Wertung und stellt den Hund vor eine Entscheidung: Führe ich das Kommando aus oder nicht? Der Lerneffekt ist aber viel größer, wenn junge Hunde immer wieder dieselben, wertfreien Handlungen beobachten können und sich an diese anpassen können – etwa, am Straßenrand stehenzubleiben.

3. Tipp: Die Anpassungsfähigkeit des Hundes nutzen

Welpen lernen altersgerecht durch Beobachtung und Signaldeutung. Die wertfrei erlernten Signale können dann verinnerlicht werden und zu gewünschten immer wiederkehrenden Reflexhandlungen führen. „Hundeerziehung wird erst durch eine wertfreie Orientierung am Menschen als Sozialpartner möglich“, erklärt Marion Terhaar. Das wertfreie und unterbewusste Lernen schafft die notwendige Vertrauensbasis, denn es verspricht Kontinuität. Ist dieses Fundament gelegt, kann auch mit einer respektvollen Junghundeerziehung begonnen werden. Denn dann ist der Hund auch in der Lage, wichtige Kommandos zu erlernen und vertrauensvoll zu befolgen. Werden die genetischen und biologischen Entwicklungsprozesse berücksichtigt, ist jeder Hund fähig, sich zu einem zuverlässigen und eifrigen Gefährten zu entwickeln – und zwar mit Spaß und Freude. Denn wenn die emotionale Basis stimmt, lernen Hunde Kommandos auszuführen, um sich ihrem Menschen anzupassen und sich zugehörig zu fühlen – nicht, um ein Leckerli zu bekommen.

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