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DLRG Rettungsschwimmer schwimmen zu neuen Rekorden / Weltmeisterschaft in Riccione (Italien)

Bad Nenndorf/Riccione (ots) –

Zur Halbzeit der im italienischen Riccione stattfindenden Weltmeisterschaften im Rettungsschwimmen weisen die Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) bereits viermal Gold, dreimal Silber und dreimal Bronze vor und stehen damit derzeit auf Rang Vier von 56 in der Nationenwertung. Vorzeigeathletin Nina Holt aus Erkelenz ├╝berragt mit sechs Edelmetallen sowie neuem Welt- und Europarekord.

Schon an Tag Eins der Wettk├Ąmpfe (27.9.) im Pool sammelten die insgesamt zw├Âlf angereisten Kaderathletinnen und -athleten der DLRG vier Medaillen im Stadio del Nuoto. Den Auftakt machte die 19-j├Ąhrige Nina Holt in der Disziplin 200 Meter Hindernisschwimmen, bei der die Athleten alle 50 Meter zwei Hindernisse im Wasser untertauchen. Im ersten Finale des Tages schlug sie als Dritte an der Anschlagwand an (2:09,45 min) und holte sich die erste Bronzemedaille f├╝r Deutschland. Alica Gebhardt wurde siebte. „Dass wir zwei deutsche Frauen in einem A-Finale bei einer Weltmeisterschaft hatten, hat es so noch nicht gegeben oder zumindest kann ich mich nicht daran erinnern“, freute sich DLRG-Teammanager Holger Friedrich. Nach kurzer Verschnaufpause ergatterte Holt anschlie├čend zusammen mit ihren Teamkolleginnen Alica Gebhardt, Kerstin Lange und Undine Lauerwald in der Hindernisstaffel erneut Bronze (1:52,25 min).

Doch damit nicht genug: Undine Lauerwald und Tim Brang machten den Abschluss des Tages zu einem goldenen. ├ťber 100 Meter Retten mit Flossen und Gurtretter holten beide am sp├Ąten Nachmittag noch einmal alle Reserven hervor und schwammen jeweils zu Gold. Mit einer Zeit von nur 56,10 Sekunden setzte sich Lauerwald souver├Ąn vor ihre Mitbewerberinnen aus Neuseeland und Belgien und markierte obendrein einen neuen deutschen Rekord in dieser Disziplin. Tim Brang, der hier wie schon bei den World Games im August Rang Eins erklomm, legte die Strecke in 51,05 Sekunden zur├╝ck und lie├č die starke Konkurrenz aus Australien und Neuseeland hinter sich.

Nach dem erfolgreichen Auftakt f├╝hrten die deutschen Athletinnen und Athleten am Folgetag die Jagd auf Medaillen fort. Es war insbesondere Nina Holt, die erneut ihre Weltklasse zeigte. Gleich im ersten Tagesfinale ├╝ber 50 Meter Retten einer Puppe sorgte sie f├╝r den ersten Paukenschlag. Mit nur 32,81 Sekunden schwamm sie zu neuem Europarekord und damit nur zwei Hundertstel am Weltrekord vorbei. Die Franz├Âsin Magali Rousseau lie├č sie mit 0,73 Sekunden weit hinter sich. Teamkollegin Kerstin Lange erreichte mit Rang Vier ebenfalls eine Topplatzierung (34,09 sek).

Zweimal Vizeweltmeisterinnen

Ohne viel Pause ging es f├╝r Holt und Lange in der 4×25 Meter Puppenstaffel gleich wieder ins Wasser. Zusammen mit Alica Gebhardt und Undine Lauerwald gingen sie hier als Titelverteidigerinnen ins Rennen. Dazu reichte es zwar nicht ganz, die Silbermedaille war aber trotzdem drin (1:18,91 min). Hier waren schlie├člich nur die Franz├Âsinnen etwas mehr als eine Sekunde schneller. ├ähnlich wiederholten die deutschen Frauen diese Leistung bei der 4×50 Meter Rettungsstaffel und k├Ânnen sich fortan auch hier Vizeweltmeisterinnen nennen.

In ihrer Paradedisziplin 200 Meter Super Lifesaver, bei der im Grunde alle F├Ąhigkeiten eines Rettungsschwimmers abgefordert werden, setzte sich Alica Gebhardt als Zweite durch (2:23,01 min). Lediglich die Franz├Âsin Rousseau war mit ├╝ber drei Sekunden Vorsprung nicht mehr einzuholen. Platz Vier ging an Undine Lauerwald. F├╝r die M├Ąnner reichte es an diesem Wettkampftag f├╝r einige Platzierungen unter den Top 20.

Weltrekord f├╝r Holt

Abermals war es das Ausnahmetalent Nina Holt, die die vollen Zuschauerr├Ąnge in der Schwimmhalle zum Toben brachte. In der Disziplin 100 Meter Kombinierte Rettungs├╝bung z├╝ndete die Sportsoldatin den Turbo und schwamm mit einer Zeit von 1:07,04 Minuten zu neuem Weltrekord. Damit unterbot sie ihren eigenen, den sie erst im Fr├╝hjahr dieses Jahres aufgestellt hatte, um 1,02 Sekunden. Die Konkurrentinnen aus Australien und Frankreich sahen nur noch ihre Beine.

├ťber 100 Meter Retten mit Flossen reichte es f├╝r Holt mit Platz Vier zwar nicht mehr f├╝rs Treppchen, Undine Lauerwald hingegen sicherte sich nach den beiden Italienerinnen Lucrezia Fabretti (h├Ąlt den Weltrekord in dieser Disziplin) und Federica Volpini noch die Bronzemedaille. Tim Brang tat es ihr gleich und kletterte ebenfalls aufs dritte Podiumspl├Ątzchen (45,73 sek). Zum Abschluss des Tages schwammen Holt und Lauerwald zusammen mit ihren Teamkollegen Max Tesch und Tim Brang in der gemischten 4×50 Meter Rettungsstaffel zu einem guten f├╝nften Platz.

W├Ąhrend sich die Athletinnen und Athleten der offenen Altersklasse heute (30.9.) auf die Wettk├Ąmpfe am Strand und im Meer vorbereiten, starten die insgesamt 12 Nachwuchssportler der DLRG bei der parallel stattfindenden Juniorenweltmeisterschaft im Pool. Die Junioren haben das Freigew├Ąsserprogramm bereits absolviert und dabei eine Silbermedaille und mehrere Platzierungen in den Top Ten errungen. „Unsere Junioren haben richtig gut gepunktet. Sie sind jetzt Achter im Punkteranking und verkaufen sich hier ob der extrem starken Konkurrenz vor allem aus Australien und Neuseeland ganz ordentlich“, res├╝miert Teammanager Friedrich.

Die Wettk├Ąmpfe an der Adria dauern noch bis Sonntag (2.10.) an. Alle Infos, Bilder und einen Livestream gibt es auf https://dlrg.de/wm.

Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen

Die von der ILS ausgetragene Weltmeisterschaft im Rettungsschwimmen findet normalerweise alle zwei Jahre statt. Neben dem Wettstreit der Nationen werden weitere Wettbewerbe mit Athleten aus der ganzen Welt ausgetragen, wie zum Beispiel die der Altersklasse-Athleten ab 30 Jahren (Masters).

├ťber den Rettungssport

Der Rettungssport ist die Wettkampfvariante des Rettungsschwimmens. Er entstand aus der Idee heraus, Menschen f├╝r den Wasserrettungsdienst zu gewinnen. Denn gute Rettungssportler sind auch gute Rettungsschwimmer. Der Sport kann im Ernstfall helfen, Leben zu retten. Gleichzeitig k├Ânnen durch ihn Techniken zur Rettung verfeinert und perfektioniert werden. Kraft, Kondition, Schnelligkeit und die Beherrschung der Rettungsger├Ąte sind Voraussetzung daf├╝r, im Wettbewerb konkurrenzf├Ąhig sein zu k├Ânnen. In der DLRG betreiben rund 60.000 meist junge Menschen aktiv den Rettungssport, vom lokalen Verein bis hin zum internationalen Wettkampf. Vielen von ihnen konnten dadurch bereits f├╝r den Wasserrettungsdienst an den Str├Ąnden, Badesee und in Schwimmb├Ądern begeistert werden.

Pressekontakt:

Martin Holzhause
Leiter Pressestelle
Telefon: 05723 955 442
Mobil: 0162 175 12 04
E-Mail: presse@dlrg.de

Original-Content von: DLRG – Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, ├╝bermittelt durch news aktuell

Nina Holt beim Start zur Disziplin 100 Meter Kombinierte Rettungs├╝bung. / Weiterer Text ├╝ber ots und www.presseportal.de/nr/7044 / Die Verwendung dieses Bildes ist f├╝r redaktionelle Zwecke unter Beachtung ggf. genannter Nutzungsbedingungen honorarfrei. Ver├Âffentlichung bitte mit Bildrechte-Hinweis.

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