Kennen Sie Nepomuck schon? Der lustige kleine Kobold bringt nicht nur Kinderaugen zum Strahlen. Natürlich hat er allerlei auf dem Kerbholz, doch genau das macht seine Geschichten so spannend.

Ostern mit Nepomuck
Nepomuck hört den Erzählungen über den Osterhasen mit glühenden Ohren zu. Er stellt viele Fragen, die ihm keiner beantworten kann: „Hat der Osterhase auch eine Werkstatt?
Wo ist die? Helfen ihm die Kobolde beim Bemalen der Eier? Ich habe dem Weihnachtsmann in seiner Werkstatt geholfen! Vielleicht soll ich dem Osterhasen auch helfen.“

Wir wissen nicht, wo die Werkstatt ist. Außerdem erzähle ich Nepomuck, dass ich letztes Jahr beobachtet habe, wie Vater die Eier im Garten versteckt hat. „Nun, sicher weil der Osterhase das nicht alles allein geschafft hat“, erklärt mir der kleine Kobold. Den Glauben an so eine schöne Sache wie den Osterhasen will Nepomuck sich nicht gleich wieder nehmen lassen. Und auch die Zwillinge behaupten, den Osterhasen schon gesehen zu haben. Nepomuck verschwindet jetzt immer öfter und kehrt erst zum Abendbrot zurück. Vielleicht sucht er den Osterhasen und seine Werkstatt. Vielleicht lockt ihn aber auch nur die laue Frühlingsluft in die Wälder. Schließlich ist er ja ein Wald- und Wiesenkobold und kein Hauself, oder? In der Woche vor Ostern bläst Vater Eier aus, und ich darf sie mit Oma und Mama vorsichtig bemalen. Max und Lily dürfen nur hartgekochte Eier bemalen, sie sind zu tollpatschig. Max hat schon ein ausgeblasenes Ei  in seiner fetten Hand zerdrückt. Nepomuck kommt und malt wahre Kunstgemälde auf die ausgeblasenen Eier. Er hat sich aus dünnen Pinselhaaren und einem Zahnstocher einen eigenen kleinen Pinsel gebastelt.

Wir schmücken das Haus mit frischen Blumensträußen und grünen Girlanden und sind pünktlich fertig. Ostern kann kommen. Am nächsten Morgen weckt Nepomuck uns in aller Früh. Er legt den Finger an die Lippen und bedeutet uns ruhig zu sein. Dann winkt er uns zum Küchenfenster. Ich spähe vorsichtig hinaus in den Garten und sehe gerade noch etwas mit langen braunen Ohren hinter dem Zaun verschwinden. Im Gras steht ein kleiner Korb mit bunten Eiern. Nun gibt es für uns kein Halten mehr. Wir stürmen den Garten und finden zwischen Tulpen, Narzissen und gelben Glockenblumen Eier in allen Farben. Auch Schokoeier und Schokohasen sind dort versteckt.  Nepomuck sammelt fleißig die kleinsten Eier ein. Selbst die sind so schwer für ihn, dass er sie einzeln durchs Gras zum Korb rollen muss. Aber er ist glücklich  und  zufrieden. Fröhlich summt er vor sich hin und ich denke, an dieses schöne Osterfest werde ich mich  noch lange erinnern.
Auszug aus dem Buch „Nepomucks Abenteuer“.

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Nepomuck wünscht eine schöne Osterzeit!

©byChristine Erdic
Firmeninformation
Die deutsche Buchautorin Christine Erdic lebt zur Zeit hauptsächlich in der Türkei.
Beruflich unterrichtet sie in der Türkei Deutsch für Schüler (Nachhilfe), sie gab
Sprachtraining an der Uni und machte Übersetzungen für türkische Zeitungen.