München, Februar 2020. “On the Edge” heißt die neue, bei ars vobiscum erschienene CD von Ted Ganger. Die zwölf Songs, von ihm selbst gesungen und auf dem Klavier begleitet, stammen allesamt aus der Feder des in Cleveland, Ohio, geborenen Songwriters, Pianisten und Storytellers. Seine Songs entziehen sich der Zuordnung einer bestimmten Gattung und schaffen etwas ganz Eigenes. Sie berühren die musikalischen Sphären des Jazz, des Blues oder auch Pop, verbinden Elemente des klassischen Kunstliedes mit der Spritzigkeit eines Broadway-Songs. Die Songs haben etwas Balladeskes, sie erzählen Geschichten von und über Menschen, sie halten flüchtige Momente musikalisch fest und formen sie zu einem Thema aus.

Dabei gelingt es dem aus dem klassischen Fach kommenden Musiker, das Klavier aus seiner begleitenden Rolle herauszuschälen. Das Instrument emanzipiert sich als sinnlich weiterführender Erzähler und tritt in Dialog mit dem Sänger und seinen Texten, knüpft an, führt fort, unterbricht, hält inne, stellt Fragen und gibt im Ohr des Hörers Antworten. Wo der Text aufhört, beginnt das Klavier, seine eigene Geschichte zu erzählen, manchmal in synkopisch dahinjagenden Rhythmen, manchmal in melancholisch nachdenklichen Klangbildern oder in romantischen und ruhigen Tönen bis hin zur bedeutsam aufgeladenen Stille.

Geschichten, die das Leben spannend machen

Musikalisch inspiriert von amerikanischen Songwritern ebenso wie von klassischen Komponisten und Bluesmusikern, setzen sich die Songs von Ted Ganger mit den Themen Beziehung, Begegnung und den zerbrechlichen Momenten des Glücks auseinander. In seinem Song Look/Don”t Look beschreibt er das Wechselbad der Gefühle, das die unerwartete Begegnung mit einer vergangenen Liebe auslöst. Lust und Verlust, Hoffnung und Enttäuschung, Liebe und Leiden stehen als gleichberechtigte Gefühle einander gegenüber und beherrschen die Atmosphäre innerer Zerrissenheit. Markante dissonante Akkorde – mal in optimistischem Dur, mal in eher dunklem Moll – leiten die Geschichte ein und lassen die Dramaturgie der Szene vorausahnen. Immer wieder sind es die abrupt kontrastierenden Stimmungswechsel, die die Hörer in die Songs hineinsaugen wie in einen spannenden Krimi.

Es geht um Inhalte, um Lebensgefühle, die auf eine Weise ewig sind und doch ganz heutig. Wenn Ted Ganger in seinem Song Nightride von dem nächtlichen Ritt durch die Nacht auf dem Fahrrad erzählt, liegen Freiheit und Einsamkeit eng beieinander. Man lässt sich vom Spielfluss entführen und fliegt durch die Nacht. Das Glück ist dabei immer zweideutig, denn die gewonnene Freiheit ist auch mit einer melancholisch getrübten Einsamkeit erkauft.

Es sind die zufälligen Momente, die Ted Ganger in seinen Texten so treffend beschreibt. In dem Song Force of Nature unterlegt das Klavier die Vokallinie eindringlich, fast hypnotisch mit einem durchgehend gleichförmigen Rhythmus. Mit kontrastierender Beiläufigkeit erzählt Ted Ganger in einer Art Sprechgesang von der Begegnung mit einer Frau, die mit dem Feuer spielt. Die zarten Berührungen sind dabei getränkt von Erwartung, Hoffnung, Hingabe und Beherrschung, die ganz ohne jede Sentimentalität auskommen. Im Gegenteil, der “Erzähler” wird zum fast nüchternen Beobachter seiner eigenen Geschichte und nimmt eine von Humor und Ironie geprägte innere Distanz ein. Das Klavier bleibt hier im Hintergrund, übernimmt eine quasi symbolische Rolle als unaufhaltsamer Taktgeber des Lebens. Rhythmus und Text treten so in schärferem Profil hervor und transportieren die emotionalen Schwankungen direkt und unmittelbar. Während es in der Geschichte beim gedanklichen Spiel mit dem Feuer bleibt, wagt sich das Klavier im Zwischenspiel musikalisch aus der Tabuzone heraus.

Ganger verfügt über ein umfangreiches Repertoire an musikalischen und lyrischen Ausdrucksformen. Das reicht von einem weich dahinfließenden Klangteppich bis hin zu rockig anmutenden Rhythmen, durchsetzt von virtuosen Klaviersoli und liedhaften Melodien. Was nach freier Improvisation klingt, ist dabei bis ins Detail motivisch auskomponiert.

Ted Ganger sagt: “Es gibt für mich nichts Schöneres, als zu beobachten, wenn ein Song sein ganz eigenes Leben entwickelt. Auch wenn die Komposition viel Persönliches enthält, geht es mir doch vor allem darum, ganz individuelle Geschichten in den Köpfen der Hörer zu berühren und wachzurufen. Das ist der Moment, in dem reines Zuhören zur Betroffenheit und zum Erlebnis wird.”

Es lohnt sich, tiefer einzusteigen in die Text- und Kompositionsstrukturen dieser Lieder und das Spektrum der charakterlichen Ausprägungen eines auf Klavier und Vokalkunst reduzierten Klangs zu erleben.

Die CD erscheint zusammen mit einem vollständigen Textbuch zu den Songs und ist über ars vobiscum zu einem Preis von 20 Euro erhältlich. Digital sind die Songs über die gängigen Streamingportale zu beziehen.

Das neue Musik-Label ars vobiscum – musik für anspruchsvolles hören – setzt auf die Erkenntnis, dass Kunst und insbesondere Musik, den Auftrag hat, auf faszinierend unmittelbare Weise die Menschen emotional zu berühren. ars vobiscum widmet sich hochkarätigen Künstlern und Werken und bietet jenseits der Grenzen von E- und U-Genres eine Plattform für Musik unterschiedlicher Epochen, die über den reinen Kunstgenuss hinaus in ihren Botschaften nachhaltig wirkt.
ars vobiscum dehnt den Bedeutungsraum von Musik um die Dimension der Sprache, der historischen Zusammenhänge und Inhalte aus und konzentriert sich auf neue Allianzen musikalischer Ausdrucksformen.

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