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Wieder einmal Zittern um die nächste Kampagne

LEOPOLDSDORF. Es fehlt nicht mehr viel – aber noch ist es zu wenig. 38.000 Hektar Rübenanbaufläche sind notwendig, damit beide österreichische Zuckerfabriken, Leopoldsdorf und Tulln, in die Kampagne starten können. Alles darunter sei unrentabel, ließ der Agrana-Vorstand schon im Vorjahr verlauten, als die Schließung des Marchfelder Standorts im Raum stand.
Und noch fehlen zehn Prozent von 38.000.
Wie Bürgermeister Clemens Nagel den Bezirksblättern berichtete ist er zuversichtlich, dass die Vorgaben noch erreicht werden: „Ich hoffe sehr auf die Solidarität der Bäuerinnen und Bauern gerade aus dem Marchfeld. Die Wertschöpfung und die Arbeitsplätze sind für die gesamte Region, nicht nur für die Gemeinde, enorm wichtig. Denn es geht ja nicht nur um die Arbeiter und Angestellten der Fabrik, denn es leidet die gesamte Infrastruktur. Der Käfer ist weg, die Preise steigen – erhalten wir uns die Nahrungsmittelproduktion gemeinsam vor Ort, um nicht von importiertem Zucker abhängig zu werden!“
Vizebürgermeister Ernst Schwarz ergänzt: „Hindernisse bei der Rüben-Anlieferung sind in Leopoldsdorf nächstes Jahr nicht mehr zu erwarten, alle Straßen sind soweit saniert.“

Anlässlich des bevorstehenden 120-jährigen Bestandsjubiläums der Zuckerfabrik sprachen CEO Markus Mühleisen  von der Agrana und Vertreter der Gemeinde über die starke Identifikation der Gemeinde mit der Industrie und natürlich über die laufende Rübenkampagne und die Anbauvoraussetzungen. Mühleisen betonte gegenüber den Bezirksblättern, der Druck der deutschen Eigentümer in Bezug auf die volle Auslastung beider Fabriken sei hoch: „Nach wie vor gilt: Für den ökonomisch sinnvollen Betrieb von zwei Zuckerfabriken in Österreich sind rund 38.000 Hektar Rübenanbaufläche notwendig. “ Er sei sehr zuversichtlich, diese Zielgröße zu erreichen und hoffe auf weitere Kontrahierungen von Spätentschlossenen.

Die Zuckerrübenkampagne startete in Leopoldsdorf Anfang Oktober und wird voraussichtlich bis Ende Jänner abgeschlossen sein. Die heurige Ernte bringt sehr gute Zuckergehalte, die für die Rübenbauern ein deutlich höheres höheres Rübenpreisgeld bedeuten werden. Auch für 2022 sind die Anbauvoraussetzungen für die Rübenbauern sehr gut. Zum einen wurde der Rüsselkäfer, der bis 2020 für enorme Schäden sorgte, zurückgedrängt. Zum anderen befinden sich die internationalen Zuckerpreise im Steigen, wodurch auch der Rübenpreis positiv beeinflusst wird.

Pressekontaktdaten:
Walter Vymyslicky
Bahnstraße 11/6/25
2285 Leopoldsdorf im Marchfelde

Tel: +(0)664 40 49 018
Web: https://www.vymy.at/
E-Mail: vym.presse@gmail.com

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